Betriebsschlosser am Hochofen in Duisburg Schwelgern

Betriebsschlosser Hochofen Duisburg

Betriebsschlosser am Hochofen 1 in Duisburg Schwelgern.

Nach meiner Berufsausbildung 1978 bis 1981 in der Lehrwerkstatt der Thyssen AG, habe ich am Hochofen 1 in der Schlosserei gearbeitet.

Das war damals der größte Hochofen Europas, vielen bestimmt noch bekannt unter dem Namen der Schwarze Riese.

jobsuche bewerbung Bild vom Hochofen

Im 3-Schicht System: Tagschicht, Mittagschicht und Nachtschicht wurde gearbeitet, das war mit einer der Gründe warum ich damals dort aufgehört habe, denn ein Hochofen kennt keine Pause, der Ofen ist immer im Dauerbetrieb, daher wurde auch Samstag, Sonntag, Weihnachten durchgearbeitet. Wenn man Familie hat ist das sehr schwer miteinander zu vereinbaren.

Eine körperlich sehr schwere Arbeit als Betriebsschlosser, es ist immer Laut, bei Arbeiten am Ofen ist es vorne heiß und hinten vor allem im Winter eiskalt, im Sommer gibt es auch kein Hitzefrei.

Die Aufgaben eines Schlossers am Hochofen sind Kontrollgänge nachschauen ob irgendwo irgendwas den Betrieb stören kann, das heißt Sichtkontrolle und hören ob es irgendwo pfeift, denn so ein Hochofen steht ständig unter Druck, an diesen Stellen treten auch gefährliche Gase aus, daher musste man immer ein Prüfgerät und Atemmaske dabeihaben.

Wenn etwas defekt war mussten Reparaturarbeiten durchgeführt werden, das ist bei einem so großem Stahlwerk fast immer der Fall.

Wenn der Ofen dann Stillstand hatte, war die schwerste Arbeit diese Blasformen wechseln, auf dem Bild stehe ich vor einer, durch diese Blasformen wird die heiße Luft in den Hochofen geblasen.

Die Blasformen waren natürlich noch heiß und die Schrauben mit denen die Formen befestigt sind, mussten mit der Hand, einem Schlagschlüssel und Vorschlaghammer gelöst werden, nach dem anschlagen (lockern) konnte man meist erst einen Luftschrauber verwenden.

schlosser thyssen jobsuche Bild von Derk Starke

Die angenehmste Arbeit als Betriebsschlosser war in der Werkstatt, Reparaturen, Inspektions- und Wartungsarbeiten der Anlagenteile vom Hochofenbereich durchzuführen.

Der gefährlichste Job war wenn eine der 4 Bohrmaschinen oder eine der 4 Stopfmaschinen defekt war und repariert werden mussten, die stehen dort wo das Roheisen aus dem Hochofen läuft, leider habe ich davon keine Bilder, aber bei Wikipedia kann man sich das mal anschauen. http://de.wikipedia.org/wiki/Hochofen.

Die dreckigste Arbeit war und da hat sich nach Möglichkeit jeder vor gedrückt, die Entstaubung reinigen. Die Entstaubung muss man sich vorstellen wie ein riesengroßer Staubsauger der alle Stäube an den Stichlöchern und anderen Stellen wo Staub entsteht absaugt und in große Staubsaugerbeutel füllt und diese Beutel mussten dann gewechselt werden.

Ich weiß die Abmessungen nicht mehr so genau, aber 5-6 Meter sind die hoch, oben steht einer und lässt die an einem Seil runter und der unten steht nimmt die Beutel an zum verschließen, der unten war nach dem 1 Sack schon bedient vor lauter Staub und das waren immer viele Säcke, das alles mit Atemschutz da man dort die Hand kaum vor Augen sieht.

Wie es immer so ist es gab auch mal ruhige Stunden, in denen mal nix kaputt war, die Zeit für einen Kaffee. Das war meine Zeit als Hochofen-Schlosser bis 1993.


Schlagworte: Betriebsschlosser, Bewerbungsunterlagen, Berufsausbildung.
Wenn Sie eine Antwort hinterlassen, müssen Sie sich keine Gedanken machen. Ich sammle Ihre Daten nicht, die werden auch nicht verkauft, oder sonstiges. Ich freue mich, wenn Sie meinen Bewerbungsunterlagen auf Facebook, Twitter oder Google+ teilen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.